Auf dieser Seite werde ich den Bau eines steinzeitlichen Flachbogens Schritt für Schritt in Wort und Bild dokumentieren.

Geplant ist ein  Flat aus Robinie mit einer Länge von ca.180cm und einem Zuggewicht von 45# aufwärts.


der ausgewählte Rohling im Schraubstock;

Ausgangsmaße: 190 x 7 cm

 

 

 

Bevor ich den Rohling endgültig beurteilen kann, wird die Rinde mit einem geraden Ziehmesser entfernt. So kann ich erkennen ob sich Risse, Verwachsungen, Todäste(Knäste) oder andere Überraschungen im Rohling verbergen.

 

 

Diese Arbeit geht eigentlich recht schnell von der Hand und sollte auch nicht mit großem Kraftaufwand betrieben werden.

Die Rinde ist runter.

Jetzt kann ich mir in Ruhe den Rohling betrachten und die Lage des späteren Bogens grob beurteilen.

Bei einem Rohling aus Esche oder Ahorn bspw. wäre das vermutlich schon mein zukünftiger Bogenrücken und ich würde jetzt die Konturen aufzeichnen.

Bei Robinie hat sich jedoch schon vor langer Zeit herausgestellt, dass das Splintholz weniger fest, zäh und leistungsstark ist als das Kernholz. Also schneide ich den Rohling jetzt auf Maß + 2cm als Sicherheit. Dabei schaue ich mir zuerst die Stirnseiten an um evtl. vorhandene Trocknungsrisse gleich zusammen mit dem Kürzen zu entfernen.

 

 

 

 


Am abgesägten Stück ist die Holzstruktur mit mit den Jahresringen sowie dem Splint- u. Kernholzanteil sehr gut zu erkennen.

Die 3 oberen(hellen) Jahresringe sind der Splint und müssen jetzt weg!

Leider sind diese Strukturen auf dem Bogenrücken, beim herunterschneiden der Jahresringe, selten so deutlich erkennbar.

Diese Arbeit sollte langsam, Jahresring für Jahresring, auf jeden Fall von Hand und mit einem nicht zu scharfem Ziehmesser ausgeführt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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